Ratgeber · Tischmix
Wie viele Tische braucht ein Casinoabend?
Eine ehrliche Rechnung mit drei Unbekannten: Gäste, Zeit und alles, was sonst noch am Abend passiert.
Die häufigste Frage, die uns gestellt wird, ist zugleich die, auf die es keine einzelne Zahl als Antwort gibt – nur einen Richtwert. »Wir sind hundert Leute, wie viele Tische brauchen wir?« Das kommt darauf an, und zwar nicht aus Verlegenheit, sondern weil drei Dinge zusammenspielen, die bei jedem Fest anders liegen.
Wer sie kennt, kann jeden Vorschlag eines Anbieters prüfen – auch unseren.
Erstens: Nicht alle Gäste spielen gleichzeitig
Auf keinem Fest stehen alle zur selben Zeit an den Tischen. Ein Teil isst noch, ein Teil steht an der Bar, ein Teil tanzt, ein Teil schaut lieber zu. Wie groß der spielende Anteil ist, hängt vom Abend ab: Ist der Casinoabend das Hauptprogramm, liegt er hoch. Laufen Band, Buffet und Fotobox parallel, liegt er deutlich niedriger.
Planen Sie deshalb nie mit der Gästezahl, sondern mit der Zahl der Menschen, die in der stärksten halben Stunde gleichzeitig spielen wollen. Das ist die Größe, für die die Tische reichen müssen.
Zweitens: Tische haben sehr unterschiedlichen Durchlauf
Ein Roulettetisch nimmt viele Menschen auf einmal auf, weil man rundherum steht und auch Zuschauer dazugehören. Ein Blackjacktisch hat eine feste Zahl an Plätzen, aber die Runde wechselt alle paar Minuten. Ein Pokertisch bindet dieselben Gäste über eine Stunde und länger.
Das heißt: Zwei Pokertische und zwei Roulettetische sind auf dem Papier jeweils »zwei Tische«, leisten aber für den Abend etwas völlig Verschiedenes. Wer viele Gäste kurz beschäftigen will, braucht Stehtische mit schnellen Runden. Wer einer Kerngruppe ein Erlebnis bieten will, braucht Sitztische.
Drittens: Die Spielzeit verändert alles
Je länger gespielt wird, desto mehr Gäste kommen an die Reihe – und desto weniger Tische brauchen Sie. Bei einer kurzen Spielphase zwischen zwei Programmpunkten drängt sich alles in wenige Minuten; dann sind mehr Plätze nötig, als die Gästezahl vermuten lässt.
Umgekehrt gilt: Ein langer Abend mit zu vielen Tischen wirkt leer. Ein unbesetzter Tisch mit wartendem Croupier ist das traurigste Bild, das ein Casinoabend abgeben kann.
Planen Sie nicht für die Gästeliste. Planen Sie für die stärkste halbe Stunde des Abends.
Unser Richtwert – zum Nachrechnen
Als Richtwert rechnen wir mit einem Tisch je 25–30 Gäste, wenn der Casinoabend das Hauptprogramm ist, und mit einem Tisch je 35–40 Gäste, wenn Band, Buffet oder Reden parallel laufen.
In Zahlen: bis 30 Gäste 1–2 Tische; 30–60 Gäste 2–3 Tische; 60–100 Gäste 3–4 Tische; 100–150 Gäste 4–6 Tische; über 150 Gäste ein Tisch je ca. 25–30 Gäste. Das sind Ausgangspunkte für ein Gespräch, keine Formel – drei Stunden Spielzeit mit einem Tisch weniger sind meist besser als neunzig Minuten mit einem Tisch mehr.
Im Zweifel einen Tisch weniger
Eine kleine Traube vor einem Tisch ist kein Problem, sondern Atmosphäre. Sie zeigt, dass dort etwas passiert, und sie zieht weitere Gäste an. Leere dagegen zieht niemanden an.
Wenn Sie also zwischen zwei Varianten schwanken, nehmen Sie die kleinere und investieren Sie den Unterschied lieber in Personal oder eine längere Spielzeit. Ein guter Anbieter wird Ihnen das von sich aus sagen.